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Bundesinnungverbands für Musikinstrumentenbau
Hier erfahren Sie Alles über uns.
Die Bundesinnungsverband der Musikinstrumentenbauer ist ein Zusammenschluss von Landesverbänden der Instrumentenbauer. Das Verbandsziel des Bundesinnungsverband für das Musikinstrumenten-Handwerk ist die Förderung der wirtschaftlichen und fachlichen Interessen der Innungsbetriebe sowie die positive Außendarstellung der gesamten Branche. Dazu gehören u.a.:
- die wirtschaftspolitische Interessenvertretung einschließlich Öffentlichkeitsarbeit nach innen und außen;
- die Sicherung des Qualitätsanspruchs in der Aus- und Weiterbildung durch wirkungsvolle Bildungskonzepte einschließlich deren Umsetzung;
- In Zusammenarbeit mit dem Kulturstaatsministerium und dem Deutschen Musikrat wird eine Neuausrichtung des Deutschen Musikinstrumentenpreis in Kombination mit dem Instrument des Jahres erarbeitet.
- die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit durch innovative Sozialpolitik;
- den Mitgliedsunternehmen geldwerte und aktuelle Dienstleistungen zur Erleichterung der Betriebsführung an die Hand zu geben.
- Herstellung und Erhalt nachhaltiger Produkte, Engagement zur Erhaltung der Artenvielfalt durch Umweltprojekte und Aufforstungsprogramme.
Während sich der Bundesinnungsverband auf nationaler und europäischer Ebene für die Interessen der musikinstrumentemacherhandwerkliche Innungsbetriebe stark macht, nehmen die entsprechenden Landesinnungsverbände bzw. Fachverbände sowie die Innungen vor Ort die länderspezifischen und regionalen bzw. lokalen Interessen der Betriebe wahr.
Die unterschiedlichen Ebenen der Verbandsorganisation stellen sich dem Innungsbetrieb als geschlossene und schlagkräftige Einheit dar.
akustika 2026 – Die Messe für Musik in Nürnberg

Die Innung für Musikinstrumentebau ist auch in diesem Jahr wieder Kooperationspartner der Messe für Musik
Tag des Handwerks 2026

Am 24. April 2026, 09:30-14:00 im Messezentrum 1, NCC Ost, 90471 Nürnberg
Prressemitteilung
Der Bayerische Ministerrat hat am 24. März 2026 entschieden, die kulturelle Ausdrucksform „Handwerklicher Geigenbau und Streichbogenbau“ als UNESCO immaterielles Kulturerbe in das Bayerische Landesverzeichnis einzutragen und zur Erhaltung des Handwerks die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis vorgeschlagen. Der Deutsche Geigen- und Streichbogenbau wurde als schützenswertes Kulturgut anerkannt und die bayerische Staatsregierung wird entsprechende Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung ergreifen. Der Deutsche Musikrat, welcher den Antrag aktiv unterstützte, stellt klar: Der Geigen- und Bogenbau trägt wesentlich zum Erhalt des weltweiten kulturellen Erbes und zur kulturellen Vielfalt bei. Ein lebendiges Musikleben – die Amateurmusik ebenso wie der Bereich der Profis – ist auf hochwertige Instrumente aus diesen Werkstätten sowie ein fachkundiges Angebot an Reparatur und Restauration angewiesen.
Sowohl Geigen- wie auch Bogenbau sind fordernde, künstlerische Handwerksberufe, die neben einer hohen feinmotorischen Begabung ein sehr gutes Formgefühl und ein gutes Gehör erfordern. Die Fähigkeit zur synergetischen Verknüpfung von traditionellem Holzhandwerk, tiefgründigem Kunst- und Klangverständnis und physikalischen Kenntnissen lässt ein kunsthandwerkliches Streichinstrumentenunikat entstehen, welches ohne den dazu gehörenden Streichbogen im Übrigen nicht funktionieren würde, weshalb Geigen- und Bogenbau stets in symbiotischer Abhängigkeit zueinander zu betrachten sind.
Entstanden ist der Geigenbau in der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert in Füssen. In der bayerischen Stadt wurde 1562 auch die erste Lauten- und Geigenmacherzunft gegründet. Von dort aus fand der Geigenbau seinen Weg nach Italien. Nicht lange nach der Weiterentwicklung des Geigenbaus in Oberitalien kam dieser wieder zurück nach Mittenwald. Als erster Geigenbauer gilt dort der zuerst in Füssen und später in Italien ausgebildete Geigenbauer Matthias Klotz (1653 – 1743). In Bayern gibt es heute zwei Geigenbauzentren: Mittenwald und Bubenreuth bei Erlangen. Außerhalb Bayerns finden sich Betriebe in der Region Sächsisches Vogtland. Daneben führen viele Geigen- und Bogenbauer in allen Regionen Deutschlands eigene Werkstätten. Den Antrag zum Immateriellen Kulturerbe stellte federführend Konrad Kohlert, Geigenbaumeister und Fachbereichsleiter für Geigenbau im Bundesinnungsverband (BIV) für das Musikinstrumentenhandwerk. Er ist ebenso wie sein Mitantragsteller, Bogenbaumeister Josef Gabriel der dem Fachbereich Bogenbau des BIV vorsteht, Mitglied in der Streich- und Zupfinstrumentenmacher-Innung Erlangen.
Für Rückfragen steht Ihnen zu Verfügung:
Geigenbaumeister Herr Konrad Kohlert
Fachbereichsleiter Geigenbau im Bundesinnungsverband für das Musikinstrumentenhandwerk
Waldstraße 40, 91099 Poxdorf,
Tel.: 09133-2059, Mob.: 0173-1025184, konrad.kohlert@vodafone.de

